| Veranstaltung: | kfd-Bundesversammlung 2026 |
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| Status: | Beschluss |
| Beschlossen am: | 06.06.2026 |
| Antragshistorie: | Version 3 |
Vereinbarkeit von Leitungsämtern im Bundesvorstand der kfd mit externen Funktionen – Klärungsprozess zu Rahmenbedingungen und Interessenkonflikten
Beschlusstext
Die Bundesversammlung hat beschlossen, dass mit dieser Versammlung ein
strukturierter Prozess zur Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit von
politischen Mandaten sowie Funktionen und Ämtern außerhalb des Verbandes mit
Leitungsaufgaben in der kfd in Gang gesetzt wird. Dieser Prozess soll
insbesondere die Vereinbarkeit mit Leitungsämtern auf Bundesebene, vor allem mit
dem Amt der kfd-Bundesvorsitzenden, der Stellvertreterinnen sowie des
Bundesvorstands, in den Blick nehmen. Das Verfahren soll ergebnisoffen und unter
Beteiligung der Diözesan- bzw. Landesvorstände gestaltet sein. Dafür sind
geeignete Rahmenbedingungen und Strukturen zu entwickeln. Als mögliche Formate
kommen beispielsweise Arbeitsgruppen und Hearings in Betracht. Ziel des
Prozesses ist die Erarbeitung eines Ergebnispapiers, das der Bundesversammlung
2027 zur Abstimmung vorgelegt wird und bei der möglichen neu zu wählenden
Bundesvorsitzenden Anwendung finden kann.
Unter Funktionen und Ämtern außerhalb des Verbandes werden insbesondere
leitende, repräsentative oder entscheidungsrelevante Rollen in Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft verstanden.
Ziel des Prozesses ist die Erarbeitung konkreter Ergebnisse, insbesondere zu
folgenden Aspekten:
•eine klare Beschreibung des Rollen- und Aufgabenprofils der Bundesvorsitzenden,
ihrer Stellvertreterinnen sowie des erweiterten Bundesvorstands
•Kriterien für die Vereinbarkeit und den Umgang mit Ämtern und Funktionen
außerhalb des Verbandes, insbesondere in politischen, wirtschaftlichen,
wissenschaftlichen, kirchlichen oder zivilgesellschaftlichen Kontexten
•die Klärung der besonderen Verantwortung der Bundesebene für die politische
Interessenvertretung im Sinne der kfd unter Berücksichtigung ihrer Werte,
Positionspapiere sowie Grundlagen- und Leitlinien
•Handlungsempfehlungen zum Umgang mit möglichen Interessenkonflikten
Die Ergebnisse sollen als Orientierung und Entscheidungshilfe für zukünftige
Kandidatinnen dienen sowie als klare Grundlage für den Wahlausschuss und
Auswahlprozesse und für die Erwartungen des Verbandes an den gesamten
Bundesvorstand.
Die Organisation und Koordination des Prozesses erfolgen durch die
Bundesgeschäftsstelle in Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand und den
Diözesanverbänden.
Die Ergebnisse des Prozesses sind spätestens zur nächsten Bundesversammlung
vorzulegen, in jedem Fall jedoch vor der Wahl einer neuen Bundesvorsitzenden.
